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5 historische Liebespaare

Ein kurzer Test: Denken Sie an das berühmteste Liebespaar der Geschichte!

Moderne Interpretationen der Shakespeare-Liebesgeschichte beweisen noch heute die Durchsetzungsfähigkeit ihres narrativen Konzepts. So greifen beispielsweise Isabella und Edward in Twilight, mit der Feindschaft ihrer Clans, die Romeo & Julia Story neu interpretiert auf. Die 1597 von Shakespeare verfasste Liebesgeschichte zählt zu den berühmtesten Werken der Weltliteratur, obwohl bereits 1524 eine sehr ähnliche Novelle von Luigi da Porto erschienen war, die sich ihrerseits auf Erzählungen des Masuccio Salernitano aus 1476 stützte. Der gemeinsame Selbstmord von Romeo und Julia untermalt mit wundervoll verfassten Zeilen, dass die Liebe stärker ist, als irdische Rivalitäten, während die Liebenden, im Tode vereint, weltliche Sorgen hinter sich lassen. Diese Erzählung stellt den Inbegriff von Romantik, Aufopferung und gegenseitiger Hingabe dar. Aber es gibt noch eine ganze Reihe anderer Liebespaare, manche real – andere nur eine Fiktion – die für uns unsterblich geworden sind. Der Grundgedanke, dass die Liebe stärker ist als der Tod, ist dabei keinesfalls neu. Schon die antiken Griechen suchten, mittels der Erzählungen von Venus und Adonis tragischer Geschichte, nach Wegen, um die ultimative Grenze zu überwinden. Laut der wohl bekanntesten alt-griechischen Liebeserzählung war Adonis so schön, dass sich sogar die Göttin Venus in ihn verliebte. Als der eifersüchtige Kriegsgott Mars (in Gestalt eines wilden Ebers) erschien und Adonis auf der Jagd tötete, ließ Venus ein Adonisröschen aus dessen Blut erblühen, sodass ihr Liebster zur Blütezeit in der Blume weiterleben kann und eine kleine Auszeit von der Unterwelt gewährt bekommt. Liebe über die Barriere des Todes hinweg – symbolisiert mit einer wundervollen Blume. Die Geschichte wurde sowohl von Ovid, als auch von William Shakespeare aufgegriffen.

Viele berühmte Paare

Wir wollen Ihnen einige der berühmtesten Liebesbeziehungen aller Zeiten präsentieren und die Muster sowie Intentionen hinter den Geschichten näher beleuchten. Gibt es die klassische Erzählung über die Liebe – die schlechthin ewig erfolgreiche Romanze?

Gerade in fiktionalen Erzählungen wird die Liebe der Protagonisten oftmals auf eine harte Probe gestellt. Allen Widrigkeiten zum Trotz, wider Sinn, Vernunft und Regeln muss sie sich ihren Weg bahnen. Gerade tragische Liebespaare bleiben uns oft bestens  in Erinnerung und werden nicht selten mit überladenen Vorstellungen aufgebläht. Die drame lyrique Pelléas & Mélisande ist eine Oper in fünf Akten, die 1893 am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris uraufgeführt wurde. Die Liebe der beiden Protagonisten ist von Beginn an zum Scheitern verurteilt. Mélisande erwartet das Kind eines anderen und stirbt bei der Geburt. Pelléas hat da jedoch bereits den Vater des Kindes ermordet. Das vom Realismus durchsetzte Stück hinterlässt nur Opfer und fatale Entscheidungen, doch trotzdem ist es ein Meilenstein für Opernfreunde. Die Kombination von Liebe und Tragik ist ein oft gewählter Anatgonismus in der Kunst, da er die Vergänglichkeit von Leben und auch Liebe einzufangen versucht. Auch moderne Fiktionen sind voll davon: Das Gangsterpärchen Bonnie & Clyde erhob sich rebellisch gegen Justiz und Polizei, die Schiffspassagiere Jack und Rose brachen an Bord der Titanic mit gesellschaftlichen Schichtunterschieden. Aber beinahe jede neue digitale Liebes-Fiktion zeichnet antagonistische Hürden, die das Liebesglück bedrohen. Tarzan & Jane müssen sich gemeinsam gegen die Vorurteile einer zivilisierten Welt und die Gefahren des wilden Dschungels durchsetzen, während Prinzessin Peach von Super Mario vor gefräßigen Pixeln gerettet werden muss. Unvergessliche Beziehungen können dabei zwei komplett unterschiedliche Herkunftsmilieus zusammenführen oder aber auch der gleichen Schicht entstammen. Denken Sie an Angelina Jolie & Brad Pitt, Andre Agassi & Steffi Graf, Barbie & Ken. Ernie & Bert begeistern seit 1969 (in Deutschland seit 1973) viele Kinderherzen und bringen noch so manchen Erwachsene mit ihren Anekdoten zum Schmunzeln. Obwohl es niemals thematisiert wurde, vermuten viele, dass die beiden Muppets mehr als nur Freunde sind… trotzdem… zurück zum Thema.

Liebeserzählungen überdauern die Zeit

Sogar der Bibel sind, mit Adam & Eva oder Samson & Deliah, romantische Beziehungen nicht fremd. Schon die antiken Griechen und Römer überlieferten uns eine ganze Fülle an Liebesgeschichten. Die antike Erzählung von Daphnis & Chloe geht sogar bis auf das dritte Jahrhundert zurück. Auf der Insel Lesbos schrieb der sophistische Rhetor Longus die Geschichte zweier Liebender, die zunächst voneinander getrennt werden. Dennoch gelingt es ihnen, sich wiederzufinden und ihre Familie neu zusammenzuführen. Eine wunderschöne Geschichte mit Happy End, die trotzdem in Vergessenheit zu geraten droht. Die griechische Mythologie erzählt die viel bekanntere Story von Ödipus, Prinz von Theben, der seinen Vater Laios im Affekt erschlug und, nachdem er das Rätsel der Sphinx gelöst hatte, Anspruch auf dessen Frau Iokaste erhob. Als ihm bewusst wurde, dass er nicht nur Patrizid, sondern auch Inzest mit seiner eigenen Mutter begangen hatte, stach er sich beide Augen aus und floh ins Exil, soweit die Überlieferung des Sophokles. Bei einem Orakelbesuch vor Ödipus Geburt war Laios dieses Schicksal bereits prophezeit worden, dennoch ignorierte er die göttliche Vorsehung. Menschliche Ignoranz, angesichts einer göttlichen Prüfung, wird in solchen Überlieferungen fast immer durch eine Schicksalsfügung bestraft. Der berühmte Psychoanalytiker Sigmund Freud definierte anhand dieser tragischen Figur die ödipale Phase als konfliktreiche Zeit der Aduleszenz (Vaterkonflikt), in der sich die Psyche heranwachsender Jungen zu einem Persönlichkeitsschema entwickelt. Wie wir sehen, müssen Beziehungen also nicht immer liebevoll oder erfolgreich sein, um hohen Bekanntheitsgrad zu erhalten. Al und Peggy Bundy schienen sich weder zu mögen, noch zu verstehen und dennoch brauchten sie einander, was nur in wenigen der 259 ausgestrahlten Folgen deutlich wurde. Das Humorlevel von „Married… with Children“ basierte dabei auf unerwarteten Rollen- und Normenbrüchen. Obwohl die Sendung, wegen chauvinistischer Witze, beinahe gleich wieder eingestellt worden wäre, brachten Al und „[S]eine schrecklich nette Familie“ zehn Jahre lang ein gigantisches Publikum zum Lachen. Trotz dieses Erfolges bleiben die meisten Darstellungen heute bei der echten, innigen und wahrhaftigen Liebe ihrer Charaktere. Doch nicht nur Kino, Märchen, Gedichte, Lovesongs und Literatur überliefern uns Geschichten unsterblicher Liebespaare. Die besten Geschichten schreibt das Leben oft selbst. Es gibt/gab dabei aber natürlich auch reale, prominente Beziehungen, die jeder Paartherapeut nur kopfschüttelnd für beendet erklärt hätte – und doch bewiesen sie Weltruhm-Potenzial.

Alles nur Fassade?

Als das wahrscheinlich schillerndste Pärchen waren John und Jackie Kennedy seit 1961 in aller Munde. John F. Kennedy, der charismatische und dynamisch-aufstrebende Demokrat, der für politischen Umsturz und Veränderung in Amerika einstand und die 12 Jahre jüngere Journalistin Jacqueline Lee Bouvier, die als 35. First Lady gerade mit ihrem strahlenden Lächeln die Pressefotografen begeisterte, sollten das Weiße Haus nachhaltig prägen. Beide wirkten nach außen hin wie das perfekte Bilderbuch-Paar. Ihre Beziehung war eine liebevolle Vorzeige-Ehe, wie sie sich jede Frau in den Vereinigten Staaten damals wünschte. Und doch war es nur eine Fassade. Die Ehe war arrangiert. John litt seit frühster Kindheit unter chronischen Rückenbeschwerden, Asthma und etlichen Allergien. Später wurde die Addinsonsche Krankheit bei ihm diagnostiziert. Neben seiner Schmerzmittel-Abhängigkeit soll Kennedy zudem mehr als 2000 Affären hinter Jackies Rücken gehabt haben. Die bekannteste davon wohl mit Marilyn Monroe, die nur acht Wochen später unter mysteriösen Umständen verstarb. Um den Ruf des Präsidenten, des Oval Office und damit die Reputation Amerikas nicht zu gefährden, schwieg Jackie Kennedy und duldete Johns Verhalten, bis dieser 1963 in Dallas ermordet wurde. Seine hohe Medienpräsenz, Kennedys politische Forderungen nach gemeinsamen Lösungen, seine charismatischen Bestrebungen, den eisernen Vorhang zu öffnen, sowie sein gewaltsamer Tod, schufen eine Legende. Manche sehen in Kennedys Amtszeit einen genau so wichtigen präsidialen Beitrag, wie Lincoln und Washington ihn erbrachten. Doch auch Jackies Beitrag und ihr stoisches Aufrechterhalten von Attitüde und Fassade ließen John nicht schon viel eher am Druck des Amtes und seiner physischen Verfassung zerbrechen. Somit gebührt ihr genau so viel Anerkennung für seine Erfolge. Nicht alle prominenten Beziehungen kommen jedoch beim Mainstream-Publikum so gut an wie die Kennedys. Die Avangart-Künstlerin und Experimental-Komponistin Yoko Ono begegnete dem Beatle-Gitarristen  John Lennon im Rahmen eines London-Aufenthalts. Im Mai 1968 begannen Ono und Lennon eine Affäre. Beide ließen sich von ihren bisherigen Partnern scheiden und heirateten am 20.03.1969 auf Gibraltar. Die Künstler-Beziehung galt bei Zeitungslesern und Fans als schrille Paarkonstellation. Nicht erst mit Erscheinen des kontroversen ersten Platten-Covers, das Lennon und Ono nackt zeigte, begannen die beiden damit, ihre Kunstaktionen mit privaten Elementen zu vermischen. Sie lebten die Kunst. Die Plastic Ono Band, die ab März 1969 gegründet wurde, bekam jedoch nicht den gewünschten Zuspruch, da ihre Musik zu experimentell und teilweise atonal wirkte. Die Trennung der Beatles in 1970 wird noch heute von vielen Fans der Lennon-Ono-Beziehung angelastet. Yoko Ono weist eine Teilschuld an der Beatles-Trennung bis heute vehement von sich und auch Bandmitglied Paul McCartney bestätigt dies.

Wie wir feststellen müssen, sind auch die berühmtesten Liebesgeschichten vom Schicksal nicht verschont geblieben – in vielen Fällen machte sie das erst berühmt. Mit Blick auf unsere Frage nach klassischen Wegen zu einer ikonischen, ewig bekannten Liebesbeziehung haben wir die unterschiedlichsten Konstellationen Revue passieren lassen. Gute wie schlechte, geliebte wie verhasste Beziehungen. Mit ewigem Ruhm verhält es sich hier ähnlich. Entweder man macht etwas sehr gutes oder etwas sehr schreckliches – beides verewigt einen Menschen oder auch ein Pärchen in der Geschichtsschreibung – denken Sie an Ghandi oder an Gaddafi. Insofern beide Partner nicht kooperativ handeln, wie beispielsweise an Pierre und Marie Curie, erntet der jeweilige Partner lediglich Ruhm oder Schande mit. Das bringt uns allerdings noch nicht viel weiter.

Vielleicht finden wir ja im nächsten Teil dieser Reihe eine Formel, die sämtliche glorreichen Beziehungen der Geschichte zusammenfassen und ein Muster offenbaren kann. Lasst es uns herausfinden.

Mit Liebe nachgeschlagen:

https://dikigoros.tripod.com/paare.htm

https://www.liebewohl.de/inhalt/liebespaare.htm

https://www.desired.de/lifestyle/beruehmte-paare/

 

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