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Das postmoderne Stigma der Männlichkeit

Das Problem liegt dabei nicht beim postmodernen Mann per se, sondern daran, dass Männern zunehmend konfligierende Rollenmuster zugeschrieben werden. Der perfekte Kerl sollte heute stark sein, aber einen weichen Kern haben. Er soll sich in Konflikten durchsetzen können, ohne andere zu unterdrücken. Er muss maximal empathisch die Gefühle anderer reflektieren, darf dabei aber nicht zu einfühlsam (=weiblich) wirken oder gar Schwächen zeigen. Er muss die härteste Realität locker ertragen können, ohne dadurch selbst emotional abzuhärten. Er muss beruflich ein zielstrebiger Karriere-Macher sein und dennoch genug Zeit für die Beziehung einbringen… Ja was denn nun? Dass sich solche Gegensätze nicht immer gut miteinander verbinden lassen, leuchtet ein. Daher wird erwartet, dass der moderne Mann sich im situativen Kontext immer wieder verändert – sich quasi immer neu erfindet und sicher zwischen den Masken des erfolgreichen Karrieristen und liebevoll aufopfernden Partners hin- und herspringen kann. Hier haben wir schon den nächsten Trugschluss. Ein Charaktersetting befähigt uns Menschen durchaus dazu, verschiedene Masken zu tragen, aber sie nicht dauerhaft aufrecht zu erhalten. Mann ist eben nicht so, sondern Mann verstellt sich nur, um so zu wirken. Wie können wir trotzdem die guten von den schlechten Männern unterscheiden? Dazu hilft ein Blick in die verschiedenen Männer-Kategorien.

Grundsätzlich gibt es vier Arten von Männern – kleine Jungs, Player, die Verwirrten und letztlich gute Männer.
Der Begriff „kleine Jungs“ bezieht sich hier nicht auf das körperliche Alter, sondern auf den Charakter. Besser formuliert beziehen wir uns auf den alten Spruch „Männer werden Sieben, danach altern sie nur noch“. Groß werden und alt werden sind keine Synonyme. Jungs schert es meist herzlich wenig, was eine Frau tatsächlich bewegt. Indem sie sich mit einer Frau abgeben, überbewerten sie ihre eigene Position – hat die ein Glück mich daten zu dürfen…! Das Konzept von gegenseitigem Nehmen und Geben ist ihnen weitestgehend fremd. „Jungs“ wollen zumeist gar nicht erwachsen werden, scheuen vor konkreter Lebensplanung und erwachsenen Entscheidungen zurück. Daher überlassen sie den Frauen auch die meisten wichtigen Entscheidungen. Auf Erfolge oder ein höheres Einkommen ihrer Partnerinnen reagieren „Jungs“ meist empfindlich, da dies ihre Unsicherheit untermauert. „Jungs“ reden auch mit Bekannten und Kollegen über intimste Privatdetails. Sind ihre Partnerinnen einmal wütend oder traurig, finden „Jungs“ oftmals keinen vernünftigen Weg, um ihr Mitgefühl oder ihre Hilfsbereitschaft zu demonstrieren. Im Gegenteil, sie werden auch häufig wütend. Wenn Frauen sich einen „Jungen“ zum Partner wählen, ist es möglich, dass sie selbst wieder zu kleinen Mädchen werden und die Charakterzüge ihres Partners stellenweise selbst annehmen.

„Player“ sind noch schlimmer. Bei ihnen ist es nicht etwa unbeholfenes Unvermögen, sondern perfide Planung, die ansonsten stabile Beziehungen zerstören kann. „Player“ bringen dabei einiges mit, was Frauen tatsächlich attraktiv finden: beruflichen Erfolg, blendendes Aussehen, Wohlstand, (anfangs auch noch) beste Manieren und weitere beeindruckende Fähigkeiten. „Player“ wissen meist sehr genau, wie man eine Frau behandelt, sie umgarnt und erobert. Das wissen sie deshalb so gut, weil sie es ständig machen – quasi eine Professionalität durch Erfahrung und Training. Hier liegt auch schon die bittere Wahrheit. Ein „Player“ holt Ihnen zunächst die Sterne vom Himmel. Er wird romantische Gesten und Sprüche bringen, die Ihnen die Socken ausziehen werden. Doch nichts davon kommt tatsächlich von Herzen. Tatsächlich will er ihnen nur die Socken ausziehen und den Rest am besten gleich mit. Weil man „Playern“ also im Grunde nichts glauben kann, sind auch die romantischten Bekundungen nichts als heiße Luft. Sie dienen nur einem Zweck – schnellem Sex. Das trügerische besteht darin, dass “Player“ zunächst erhebliches Commitment beweisen. Damit gelingt ihnen oft genug eine erfolgreiche Täuschung. Sobald ein „ Player“ sein Ziel erreicht hat, wendet er sich anderen Zielen zu – sprich: anderen Frauen. Nach dem Höhenflug (manchmal dauert der bis in die ersten Ehejahre an) folgt dann für diese ein rascher und oftmals tiefer Fall zurück in die Realität. Bevor Sie einen waschechten „Player“ daten, werden Sie als Single glücklicher – garantiert. Um einen genaueren Blick über die Methodik und klassische Player-Maschen zu erhalten, lohnt sich ein Blick in die Bibel der „Player“ – das sogenannte „Play Book“.

„Verwirrte“ Männer haben dagegen noch nicht für sich reflektiert, was sie tatsächlich im Leben wollen. Deshalb gehen sie Beziehungen zwar ein, führen sie auch so, dass nach außen hin alles nach einer erfüllten Partnerschaft aussieht, aber „verwirrte“ Männer bewahren dabei dennoch emotionale Distanz. Ihnen fehlt es schlichtweg an echtem Commitment. Deshalb zögern sie wichtige Entscheidungen häufig hinaus oder setzen sie nur widerwillig um – beispielsweise durch Benching-Strategien innerhalb von Beziehungen. Frauen lassen sich diese Hinhaltetaktiken oft eine ganze Weile gefallen, bevor sie ins Grübeln kommen und die Beziehung hinterfragen. Partnerschaften mit „verwirrten“ Männern haben also immer eine Art Damoklesschwert über sich hängen. Wenn sich der „verwirrte“ Mann dann irgendwann doch gegen die Beziehung entscheidet, war alles bis dahin völlig umsonst. Stellt man „verwirrten“ Männern ein Ulimatum (Entweder wir ziehen jetzt endlich zusammen, oder es ist aus!), springen sie meist zügig über ihren Schatten hinweg, verfallen nach kurzer Zeit aber wieder in alte Muster. Akin Al-Ameen schrieb dazu: „Einer der größten Fehler ist einen Lebensweg mit jemandem einzuschlagen, der in seinem Leben eigentlich nirgendwo hin möchte.“

Was macht dann einen „guten“ Mann aus? Zugegeben: Der Oberbegriff „gute“ Männer ist vielleicht etwas flapsig gewählt, doch auch hier verbirgt sich eine Art Charaktersetting, welches sich beobachten lässt. „Gute“ Männer machen selten Versprechen, sondern investieren stattdessen Commitment in gemeinsame Ideen und Pläne – quasi als Vorleistung. Sie reden nicht darüber einen Weg einzuschlagen, sondern ebnen der Frau bestmöglich den Weg dorthin. Manchmal gehen sie sogar schon einige Schritte voraus. Machen „gute“ Männer einen Fehler, werden sie sich selbst hinterfragen und an ihrem Verhalten arbeiten. Stoßen sie auf eine abweichende Ansicht in der Beziehung, werden sie sich Mühe geben, beide Seiten der Medaille zu verstehen und sich auf Basis dieser Erkenntnis rein objektiv entscheiden. Auch wenn „gute“ Männer keinen exquisiten Lebensstil vorweisen können, teilen sie gern das was sie haben. Sie wissen, wo sie selbst im Leben stehen und haben ziemlich genaue Vorstellungen von dem Weg, der vor ihnen liegt. Das wichtigste: Sie haben genug Mut und Selbstvertrauen, um diesen Weg auch gehen zu wollen. Sie vertrauen ihrer Partnerin blind und beweisen darüber hinaus, dass sie selbst vertrauenswürdig sind. Unzulänglichkeiten bei sich selbst oder der Partnerin betrachten sie als Herausforderung, nicht als Hürde.
Der Trick scheint somit zu sein, die „guten“ Männer ausfindig zu machen. „Jungs“, „ Player“ und auch „verwirrte“ Männer können jedoch zu „guten“ Männern werden, wenn sie bereit sind emotional zu reifen. Außerdem gilt hier dasselbe wie für alle schematischen Modelle. Kein Mann trifft zu 100% einen der vier Charaktertypen. Manche mögen näher dran sein, als andere – den klassischen „Player“, „Jungen“ oder „Verwirrten“ werden wir jedoch selten finden. Es ist immer eine Art Schwerpunkt in der Art zu denken und zu handeln, der einen Mann eher dem einen oder dem anderen Schema zuordnet.

Mit Liebe recherchiert…

Quellen:
Hart, D. „4 Types of Men“ Beitragsreihe “Understand Each Other”. Am 30.10.2017 von “Derek Hart” auf Youtube hochgeladen. URL: https://www.youtube.com/watch?v=jZ6RdEr31yQ

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