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Liebe in der Mythologie

Im antiken Rom war das Amor, der Gott der begehrlichen Liebe. Mit Pfeil und Bogen ausgestattet, machte er sich auf den Weg, um Paare auszuwählen. Ein Schuss mit seinem goldenen Pfeil und die beiden waren unsterblich ineinander verliebt. Ebenso hatte er aber auch die Macht, mit einer Spitze aus Blei, die Liebe abzutöten. Im alten Rom wurde er als Jüngling mit Flügeln und Pfeil und Bogen gezeigt.

Amor und Psyche

Die bekannteste Erzählung um Amor ist die von Apuleius in seinen Metamorphosen. Sie handelt davon, wie der Gott der begehrlichen Liebe seiner eigenen Gabe verfällt und sich in Psyche, lateinisch für Seele, verliebt.

Psyche ist die jüngste von drei Königstöchtern und gilt als die schönste Frau Roms. Venus, die römische Göttin der Schönheit und Liebe, wird eifersüchtig. Sie fürchtet, dass alle nur noch Psyche verehren und nicht mehr sie. Also befiehlt sie ihrem Sohn Amor, Psyche mit seinem goldenen Pfeil zu treffen. Sie soll sich in ein hässliches Ungeheuer verlieben und dieses heiraten.

Am Tag der verabredeten Hochzeit, bei der Amor sie eben dazu bringen soll, sich zu verlieben, erkennt er ihre Schönheit und bringt sie in ein magisches Schloss. Nacht für Nacht besucht Amor sie, doch eben immer nur nachts. Amor mahnt sie an, sie dürfe nicht sehen, wer er ist. Amor hat Angst vor den Konsequenzen, wenn seine Mutter herausfindet, dass er sich ihrer Befehle widersetzt hat. Die Nächte vergehen und eines Tages merkt Psyche, dass sie schwanger ist. Die Schwestern von Psyche bringen sie dazu, eines Nachts mit einer Öllampe auf ihren Gatten zu warten, um herauszufinden, wer dieser wirklich ist. Der Gott ist wütend auf Psyche, hat sie doch gegen die Abmachung verstoßen.

Venus ist erzürnt, dass er ihren Befehl missachtet hat. Sie stellt Psyche vor lebensgefährliche Aufgaben, um sie von der Liebe zu Amor abzubringen. Bei der letzten jedoch kann sie sich der Liebe nicht entziehen und trägt eine Schönheitssalbe auf, aufgrund der sie in einen todesähnlichen Schlaf fällt.

Als Amor das hört, kommt er Psyche zur Rettung: Er verscheucht den Schlaf und bittet den obersten Gott Jupiter um Erlaubnis, Psyche zu heiraten. Dieser stimmt der Hochzeit zu, dafür muss Psyche jedoch vorher einen Becher mit Ambrosia, die Speise der Götter, trinken. So wird sie unsterblich und sie kann Amor heiraten. Psyche bringt eine Tochter zur Welt, Voluptas, zu Deutsch Wollust.

Liebe in der griechischen Mythologie

In der griechischen Mythologie war der Gott der begehrlichen Liebe Eros, das Pendant zu Amor. Von ihm haben wir heute das Wort „Erotik“. Es gibt unterschiedliche Darstellungen darüber, woher Eros stammt. Beim Dichter Hesiod ist Eros einer der fünf zeitgleich nach dem Urzustand der Welt, des Chaos, entstandenen Götter. Eros bekommt so eine entscheidende Rolle für die Entstehung von Leben zugeteilt. Er ist einer der fünf Urgötter, neben Gaia (Göttin der Erde), Nyx (Göttin der Nacht), Tartaros (Personifikation der Unterwelt) und Erebos (Gott der Finsternis in der Unterwelt). Die letzten beiden aufgezählten bilden die Unterwelt und sind somit Person und Ort gleichzeitig.

In anderen Darstellungen ist Eros der uneheliche Sohn der Göttin Aphrodite, entstanden aus einer Affäre mit Ares, dem Gott des Krieges. Wenn er in Darstellungen nicht Sohn der Aphrodite ist, soll er sie seit ihrer Geburt begleitet haben, gemeinsam mit Himeros, der Personifikation der liebenden Sehnsucht.

Eros wird wie Amor zumeist als Jüngling dargestellt, oft mit Flügeln. In der griechischen Antike steht diese Darstellung allerdings nicht dem Glauben an seine Urmacht als Schöpfergott entgegen.

Aus Liebe in den Krieg

In der griechischen Mythologie finden sich neben Eros noch viele Darstellungen der Liebe, beispielhaft sollen zwei geschildert werden. Im alten Griechenland war für die Liebe nicht nur Eros verantwortlich – auch die Göttin Aphrodite.

Die griechische Göttin der Liebe und Schönheit soll aus den von seinem eigenen Sohn Kronos abgetrennten Geschlechtsteilen des Gottes Uranos, der Personifikation des Himmels, entsprungen sein: Als Schaum aus dem Meer entstanden, so lässt sich ihr Name auch übersetzen.

Seine Mutter, Aphrodite, gilt als Hauptakteurin in der Entstehung des Trojanischen Krieges. Und wieder war hier die Liebe Schuld: Zur Hochzeit von Peleus und Thetis sind alle Götter eingeladen, nur Eris, die Göttin der Zwietracht, wurde nicht eingeladen. Um einen Konflikt zu provozieren, warf sie einen Apfel, der „für die Schönste“ bestimmt war, zwischen die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite.

Aphrodite war mit Hephaistos, dem Gott der Schmiedekunst, verheiratet, doch war sie in dieser Ehe nicht allzu treu. Neben Eros, der in einigen Darstellungen ihr unehelicher Sohn ist, soll sie auch einen Sohn aus einer Affäre mit dem Trojaner Anchises haben: Aeneas, der nach dem Trojanischen Krieg über Umwege nach Italien gelangt ist. Im alten Rom galt er als einer der Stammesväter.

Da sie sich selbstverständlich nicht einigen konnten, wer die Schönste sei, und jeder diesen Titel für sich beanspruchte, fragte Zeus den Jüngling Paris, Sohn des trojanischen Königs Priamus, um seine Meinung. Die drei Göttinnen umgarnten ihn natürlich und versprachen ihm die unterschiedlichsten Geschenke. Von Hera sollte er Macht und von Athene Weisheit bekommen. Doch Aphrodite versprach ihm die Liebe der schönsten Frau der Erde, Helena. Paris wählte Aphrodite zur schönsten Frau. Das ist als das „Urteil von Paris“ in die Geschichtsschreibung eingegangen. Aphrodite musste nun ihr Versprechen einlösen und Paris helfen, Helena zu entführen. Diese ließ es bereitwillig zu, war sie mit ihrer Ehe, dem König Menelaos von Sparta, nicht allzu glücklich. Daraufhin erklärte Sparta Troja den Krieg: Es war der Beginn des Trojanischen Krieges an dessen Ende nach zehn Jahren die Zerstörung der historischen Stadt auf dem Gebiet der heutigen Türkei stand.

Auch für Odysseus, bekannt aus der Ilias von Homer sowie der Odyssee, oder viel mehr seiner Ehefrau Penelope, spielte die Liebe eine entscheidende Rolle. Zahlreiche Freier versuchten ihr klar zu machen, dass Odysseus längst gestorben sei. Sie aber glaubte an ihn und so kam er nach dem Trojanischen Krieg und Jahren der Irrfahrt endlich wieder zu ihr nach Ithaka zurück. Er tötete die Freier und nahm endlich wieder die Rolle als König von Ithaka und Gatte von Penelope ein.

Es gibt zahlreiche solcher Geschichten in der antiken Mythologie. Doch alle haben sie gemeinsam: Amor vincit omnia, die Liebe überwindet alles.

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